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26.01.2010

Junge Union informiert sich über Wasserkraft

Die politische Diskussion in Dautphetal dreht sich um das geplante Wasserkraftwerk am Dammhammer – über den Stand der Technik bei der Wasserkraftnutzung informierte sich die JU Dautphetal nun bei Hermann Henkel an der Schmelzmühle in Friedensdorf.

In der Debatte um den Bau der Wasserkraftanlage Dammhammer wurden von allen Parteien viele Argumente ins Feld geführt, von der Gefahr für die Fischpopulation der Lahn auf der einen bis zu einem finanziellen Nutzen für die Gemeinde auf der anderen Seite.

Um sich ausführlich vor Ort über Gefahren und Nutzen einer Wasserkraftanlage zu informieren, nahm die Junge Union Dautphetal gerne das Angebot von Hermann Henkel an, dessen Wasserkraftanlage in Friedensdorf zu besichtigen.

Seit über 400 Jahren nutzt man an der Schmelzmühle die Kraft der Lahn. Nachdem im Jahre 2006 die bisherige Anlage defekt war, entschied man sich hier, eine neue Anlage zu errichten, die eine Jahresleistung von ca. 220.000 kW/h erbringt. Dazu wurde, anders als bei der neuen Anlage am Dammhammer geplant, eine Francis- Turbine eingebaut. Daher mussten umfangreiche Auflagen zum Schutz der Fischwelt eingehalten werden.

Henkel berichtete, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zu hohen Kosten führten, sodass die Amortisationszeit von Wasserkraftanlagen recht hoch sei. Allerdings sei auch die Lebensdauer der Anlagen hoch, so habe die letzte Anlage in der Schmelzmühle weit über 80 Jahre gehalten.

Henkel erklärte weiter, dass der Bau von privaten Wasserkraftanlagen an bestehenden Wehren den Kommunen Kosten erspare, da durch das Anlegen von Fischtreppen an diesen Anlagen die Gemeinden die Wehre nicht fischgerecht umbauen müssten.

Die Jungpolitiker der Jungen Union zeigten sich überzeugt, dass der aktuelle Stand der Technik bei den Wasserkraftanlagen Ökonomie und Ökologie vereinen kann. Befürchtungen über mangelnde Umweltverträglichkeit wurden ausgeräumt, es bleibt aber die Überzeugung, dass die Wasserkraftanlagen von Privatpersonen betrieben werden sollten, nicht von den Kommunen.

Marcus Schneider

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